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Erstellt am: 31 Januar 2013 | Von Daniel Booth

Die Schlacht um Stalingrad: Der Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg

Es war die blutigste Schlacht des Zweiten Weltkriegs: Der Kampf um Stalingrad, die Stadt, die nach Hitlers größtem Widersacher benannt war. Am 31. Januar 1943 ergab sich Generalfeldmarschall Paulus mit der 6. Armee den sowjetischen Verteidigern.


Spur der Zerstörung (© Bild: ddp-images, United Archives)
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  • Spur der Zerstörung (© Bild: ddp-images, United Archives)
  • Das Gesicht des Krieges (© Bild: STF, AFP)
  • Nichtangriffspakt (© . Bild: National Archives & Records Administration, nara.gov)
  • Geheimes Zusatzprotokoll (© Bild: Public Domain)
  • Rückschläge für die Luftwaffe (© Bild: AFP)
  • Erbitterter Widerstand (© Bild: ddp-images, Sipa)
  • Blick auf die zerstörte Stadt (© Bild: RIA Novosti archive, image #2251/Zelma/CC-BY-SA 3.0)
  • Soldaten in einer Geisterstadt (© Bild: RIA Novosti archive, image 602161_Zelma_CC-BY-SA 3.0)
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Am 22. Juni 1941 läuft sie an – die „Operation Barbarossa“. Nach schnellen Vorstößen rennen sich die Deutschen aber kurz vor Moskau in der sowjetischen Verteidigung fest und liefern sich mit den Verteidigern schwere Kämpfe um die Hauptstadt. Auf ihrem Weg Richtung Osten hinterlassen die Deutschen eine Spur der Zerstörung. Wer sich ihnen in den Weg stellt, wird vernichtet.

Die Stadt, die Hitler um jeden Preis einnehmen will, wird zum Sinnbild für die Wende im Kriegsverlauf: Die Rote Armee kesselt die Deutschen am 22. November 1942 in Stalingrad ein und holt zum Gegenschlag aus. Was als Triumph geplant war, wird zur größten Niederlage der deutschen Wehrmacht.

Schrecken des Krieges (© Bild: STF, AFP)

Am 22. Juni 1941 beginnt das „Unternehmen Barbararossa": Die deutsche Wehrmacht überfällt die Sowjetunion. Hitler bricht damit den Nichtangriffspakt, den er 1940 mit Stalin geschlossen hatte. Nach anfänglich schnellen Vorstößen ist für die deutschen Truppen jedoch kurz vor Moskau Schluss: Eine Gegenoffensive der Roten Armee stoppt die Deutschen im Dezember 1941, sechzig Kilometer vor der Hauptstadt der UdSSR. Die Soldaten kommen nicht weiter, der Winter bricht herein - und bei Temperaturen von mehr als vierzig Grad unter null zeigt sich die schlechte Vorbereitung der deutschen Invasoren. Man hatte den Gegner und die Situation unter- und sich selbst nach dem schnellen Sieg über Frankreich überschätzt. Und so entwickelt sich der Feldzug anders, als es sich Hitler vorgestellt hatte.

Der „Fall Blau"

Nach erbitterten Kämpfen um Moskau startet Hitler am 28. Juni 1942 eine neue Generaloffensive Richtung Süden. Der Treibstoff-Nachschub der Wehrmacht ist ins Stocken geraten - Abhilfe soll der „Fall Blau" schaffen. Dieser Plan sieht vor, die Erdölreserven im Kaukasus unter deutsche Kontrolle zu bringen. Deutschland hatte zuvor den größten Teil seines Öls aus der Sowjetunion bezogen. Nach dem Start von „Unternehmen Barbarossa" waren die Lieferungen aus dem Osten eingestellt worden, die Weiterführung des Krieges war gefährdet.

Schon zu diesem Zeitpunkt zweifeln manche Militärs an der Machbarkeit der Operation. Sie sehen die Kluft zwischen benötigtem Nachschub und weiterem Vordringen immer größer werden. Doch Hitler hört nicht auf seine Berater und Generäle - ein folgenschwerer Fehler. Und er schmiedet weitere Pläne, nicht nur die kaukasischen Ölfelder will der Diktator unter seine Kontrolle bringen, auch das Rüstungszentrum Stalingrad soll um jeden Preis eingenommen werden - schonallein aufgrund der Symbolkraft, die mit dessen Namen verbunden war. Zu groß ist das Ego des deutschen Machthabers, als dass er die Stadt an der Wolga bei seinem Vormarsch seitlich liegen lassen kann.

Und zunächst sieht es sogar gut aus für Hitler: Zwischen dem 16. und 18. November 1942 erobern die Deutschen neunzig Prozent der Stadt. Doch dann wendet sich das Blatt. Die Rote Armee holt zum Gegenschlag aus. Am 22. November ist die gesamte sechste deutsche Armee eingeschlossen, ebenso Teile der vierten Panzerarmee. Generalmajor Paulus bittet Hitler, aus dem Kessel ausbrechen zu dürfen - doch der lehnt ab und verspricht, dass die Luftwaffe die Eingeschlossenen versorge, bis Unterstützung eintreffe. Hitler will diese Stadt um jeden Preis. Gleich mehrmals wiederholt er seine wahnsinnigen Durchhaltebefehle, der blutige Kampf um jeden Quadratmeter Stadt verlängert sich ein ums andere Mal.

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