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Teflon
Teflon ist ein besonders hitzebeständiges Material, das zum Beispiel für die Beschichtung von Bratpfannen benutzt wird. Hartnäckig hält sich das Gerücht, es sei bei der Entwicklung neuer Materialien für die Raumfahrt entdeckt worden. Tatsächlich aber wird Teflon bereits 1938, zu einer Zeit, als die Raumfahrt noch in den Kinderschuhen steckt, von dem US-amerikanischen Chemiker Roy Plunkett erfunden – und zwar durch einen kuriosen Zufall.
Plunkett versucht damals, ein geeignetes Kältemittel für Kühlschränke zu entwickeln. Zu dieser Zeit zirkulieren noch zum Teil giftige oder hochexplosive Stoffe wie Ethylen, Ammoniak und Schwefeldioxid durch die Geräte, die, wenn der Kühlschrank ein Leck hat, lebensgefährlich sind. Forscher versuchen deshalb herauszufinden, ob sich nicht eine andere, möglichst ungefährlichere Substanz als Kältemittel eignen könnte. Plunkett experimentiert dazu mit Tetrafluorethylen.
Eines Morgens jedoch kommt kein Gas mehr aus einer seiner Flaschen. Doch sie ist nicht leer, beim Aufschrauben zeigt sich, dass sich an den Innenwänden und am Boden kleine Krümel befinden. Offenbar wurde das Gas durch die kalte Lagerung polymerisiert. Plunkett ist frustriert – das teure Gas ist dahin, und mit dem merkwürdigen Material ist nichts anfangen, es reagiert auf nichts, was er mit ihm anstellt.
Erst viele Jahre später entdeckt man, dass genau diese Eigenschaft das eigentliche Potenzial des Materials ist – und Teflon ist geboren.
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