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Etappensieg im Geschlechterwettstreit: Frauen sind intelligenter als Männer
Britische Forscher stellten noch im Jahr 2005 fest, dass der IQ von Männern im Durchschnitt fünf Punkte höher liegt als der von Frauen. Nun hat sich das Blatt offenbar gewendet: Der neuseeländische Wissenschaftler James Flynn fand in einer neuen Studie heraus, dass Frauen ihre männliche Konkurrenz inzwischen überholt haben.

Bild: Imago
Zwar ist der Intelligenzquotient bei beiden Geschlechtern im Laufe der Jahre gestiegen, bei Frauen aber schneller. Eine mögliche Erklärung hierfür ist, dass das Leben von Frauen über die Zeit stetig anspruchsvoller geworden ist, zum Beispiel in Bezug auf den Spagat zwischen Familie und Arbeit. Flynn sammelte für seine Studie Daten aus Westeuropa, den USA, Kanada, Neuseeland, Argentinien und Estland und kam nach der Auswertung zu diesem Schluss.
Der Neuseeländer fand bereits in den Achtziger Jahren heraus, dass der durchschnittliche IQ der Menschen in Industrieländern im Laufe der Zeit steigt. Dies begründete er durch die wachsenden Anforderungen des immer komplexer werdenden Lebens und die bessere Ernährung der Menschen. Dieses Phänomen wurde später nach seinem Entdecker "Flynn-Effekt" genannt. Dem Wissenschaftler zufolge nahm die Intelligenz der Deutschen in weniger als drei Jahrzehnten um 17 Punkte zu - im Zeitraum von 1954 bis 1981. Aufsehen erregte Flynn auch, als er 1999 einen Artikel im "American Psychologist" in der Luft zerriss, der behauptete, dass Schwarze einen geringeren IQ hätten als ihre weißen Mitbürger.
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