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14 November 2012 | Von dpa / Claas Gieselmann

Gewagte These: Werden wir immer dümmer?

Ein US-amerikanischer Forscher sorgt derzeit mit einer gewagten These für Aufsehen: Wir Menschen werden immer dümmer. Der Verhaltensbiologe der renommierten Stanford University behauptet, dass unser Intelligenzquotient seit rund 3000 Jahren kontinuierlich sinkt – Grund sei unser stetig einfacher werdendes Leben, in dem der Intelligenz des Einzelnen eine immer geringere Bedeutung zukommt.


Gewagte These: Werden wir immer dümmer? (© Bild: Imago)
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Gewagte These eines US-Forschers: Wird die Menschheit immer dümmer?

Gewagte These: Werden wir immer dümmer? (© Bild: Getty Images)

Wir Menschen werden immer dümmer – das behauptet zumindest US-Wissenschaftler Gerald Crabtree. Der Verhaltensbiologe von der renommierten Stanford University (Bundesstaat Kalifornien) ist sich sicher: In den vergangen 3000 Jahren ist unser Intelligenzquotient (IQ) kontinuierlich zurückgegangen. Crabtree argumentiert, dass der Mensch vor Beginn des Ackerbaus und der Gründung von Siedlungen viel stärker auf seine persönliche Intelligenz angewiesen war, als dies heute der Fall ist. Damals, so der Wissenschaftler, überlebte nur derjenige, der schlau genug war um Nahrung zu beschaffen und sich gegen Raubtiere zu verteidigen.

Crabtree behauptet, dass die menschliche Intelligenz von mehreren tausend Genen abhänge, die besonders anfällig für Mutationen seien. Über den Zeitraum von 3000 Jahren – das entspricht etwa 120 Generationen – hätten sich diese Gene derart an unser immer weniger forderndes Leben angepasst, dass unser IQ dadurch gesunken sei. Seiner Ansicht nach wäre uns ein Mensch aus dem alten Griechenland in intellektueller Hinsicht weit überlegen.  

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Der Verhaltensbiologe widerspricht mit seiner gewagten These zahlreichen Studien, die eine exakt gegenteilige Entwicklung des menschlichen IQ konstatieren – zumindest seit Beginn des vorigen Jahrhunderts. Demnach nahm die durchschnittliche Intelligenz im 20. Jahrhundert in weiten Teilen der Welt von Generation zu Generation zu. Diese Entwicklung ist als „Flynn-Efffekt“ bekannt, benannt nach dem US-amerikanischen Intelligenzforscher James R. Flynn. Crabtree relativiert diesen Effekt: Die gemessene Steigerung gehe von einem niedrigen Niveau aus; zudem sei diese Zunahme durch bessere Bildung bedingt und nicht durch genetische Mutationen.

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