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Blitz, Donner, Starkregen: Extremwetter über Deutschland

Bild: ddp-images, dapd, Bernd Maerz
Es stürmt, blitzt und donnert in Deutschland: Am Wochenende wurden in Roitzschjora 51 Menschen durch einen Blitzeinschlag verletzt. Auf einem Heavy-Metal-Festival wurden die Zuschauer von einem Unwetter überrascht. Einige der Opfer wurden durch die Heftigkeit des Einschlags sogar durch die Luft geschleudert. In Bayern wurde eine Frau in ihrem Auto von einem Baum erschlagen.
Auch der Bahnverkehr war stark von den Unwettern betroffen, zahlreiche entwurzelte Bäumen versperrten den Weg auf den Gleisen. Bei vielen Feuerwehren herrschte Ausnahmezustand. Umgestürzte Bäume, überflutete Straßen und Keller ließen die Retter vielerorts nicht zur Ruhe kommen. Dabei hat die Gewittersaison gerade erst begonnen.
Auch in Bayern wurden mindestens 18 Menschen bei einem Festival durch abknickende Bäume und abbrechende Äste verletzt. Ein Mann wurde in Dillingen sogar unter einem umstürzenden Baum in seinem Garten begraben und schwer verletzt. In Kassel wurde eine Frau auf einem Golfplatz vom Blitz getroffen und schwebt noch in Lebensgefahr. Drei andere Frauen wurden von dem heftigen Einschlag getötet, als der Blitz in der Hütte einschlug, die sie als eigentlich als Schutz nutzen wollten.
Immer wieder begeben sich Menschen in Lebensgefahr, wenn sie sich eigentlich vor dem Gewitter und seinen Blitzen schützen wollen. Zum Schutz sollte man sich keinesfalls auf den Boden legen, um einem Blitzschlag zu entkommen, sondern in die Hocke gehen und sich so klein wie möglich machen. Liegt man flach auf dem Boden, bietet man dem Blitz eine zu große Fläche. Auch sollte man von Geländern aus Metall fernhalten. Bäume bieten ebenfalls keinen Schutz, sondern "locken" den Blitz noch an. Ein Regenschirm hilft zwar gegen Regen, wird aber bei Blitzen zur Gefahrenquelle.
Wer sich in der Nähe von Häusern oder Autos befindet, kann sich glücklich schätzen. Ein Auto wirkt beim Blitzeinschlag wie ein "Faradayscher Käfig", in dem man vor der gefährlichen Hochspannung sicher ist, solange man keine Metallteile des Autos berührt. Bis zu mehrere Millionen Volt und 20.000 Ampere können bei einem Blitz entstehen. Zum Vergleich: Haushaltsgeräte sind für maximal 250 Volt und bis zu 25 Ampere gedacht.
Dass Blitze keinesfalls zu unterschätzen sind, macht auch die Temperatur, die sie erreichen können deutlich: 30.000 Grad.






























