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Erstellt am: 18 November 2013 | Von Welt der Wunder Magazin

Die zehn Zeitbomben unserer Erde

Vulkane sind die Ventile für die gewaltigsten Kräfte unseres Planeten. Doch nicht Lava ist ihre gefährlichste Waffe: Fallende Aschemassen, Ströme aus Schlamm und Stürme aus Felsbrocken und Gas vernichten innerhalb von Minuten ganze Landstriche. Manche Vulkane bedrohen sogar die Zukunft der Erde.


Puyehue (Chile): Die Weltreise einer Aschewolke (© Bild: AFP, Claudio Santana)
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  • Puyehue (Chile): Die Weltreise einer Aschewolke (© Bild: AFP, Claudio Santana)
  • Fuji (Japan): Bedrohung für 35 Millionen Menschen (© Bild: Imago)
  • Mount St. Helens (USA): Ein Berg sprengt sich selbst in die Luft (© Bild: AFP PHOTO, HO, US NAVY, Scott Taylor)
  • Pinatubo (Philippinen): Der gewaltigste Ausbruch des 20. Jahrhunderts (© Bild: AFP, Romeo Gacad)
  • Yellowstone (USA): Die gefährlichste Wiese der Welt (© Bild: Imago)
  • Uturuncu (Bolivien): Der wachsende Todesberg (© Bild: GNU, Ceky)
  • Kilauea (Hawaii): Wie ein Regenschauer auf Hawaii Kalifornien überschwemmt (© Bild: Chris Tomas)
  • Cumbre Vieja (Kanarische Inseln): Warum ein Felsriss in Spanien New York bedroht (© Bild: Imago)
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Bild: AFP, Claudio SantanaZeige Thumbnails
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Feuerwerk im Jahr 2011: Die Aschesäule des chilenischen Vulkans Puyehue war zehn Kilometer hoch und regnete selbst noch im Nachbarland Argentinien ab. Die Aschewolke wanderte zweimal um die Südhalbkugel, Hunderte Flüge wurden gestrichen, die Wirtschaft stand monatelang still. (Bild: AFP, Claudio Santana)

Puyehue, Chile (© Bild: AFP, Claudio Santana)

Vulkane bergen zahllose Gefahren - für ihre unmittelbare Umgebung, teilweise aber auch für den ganzen Planeten. Rund 1.500 Feuerberge sind heute aktiv, 50 von ihnen brechen jedes Jahr aus. Gefahr durch Asche, pyroklastische Ströme, Magma-Kammern, Erdrutsche oder so genannte Lahare: Können Partikel die Welt anhalten? Haben Vulkane Überschall-Waffen? Gibt es Schläfer unter den Vulkanen? Wie lösen Vulkane einen Mega-Tsunami aus? Und warum ist Eis auf Vulkanen so gefährlich? Wir erklären die Bedrohungen, die die brodelnden Berge in sich tragen - und zeigen die gefährlichsten Zeitbomben, die rund um den Globus unter der Erdkruste schlummern.

Puyehue (Chile): Die Weltreise einer Aschewolke

Blitze zucken im Juni 2011 in der kilometerhohen Eruptionswolke des Puyehue, elektrisch geladene Aschepartikel schießen mit 600 Metern pro Sekunde aus dem Vulkanschlot des chilenischen Feuerberges. Vulkanasche erdrückt, erstickt, tötet. Schon ein Zentimeter Asche auf Nutzpflanzen zerstört die komplette Ernte - nach dem Ausbruch des Puyehue lag ein halber Meter auf den Feldern, Hunderttausende Schafe verendeten. In Seen und Flüssen starben die Fische. Aschewolken treten in der Regel aus Schichtvulkanen aus. Deren hoher Gasanteil sorgt für einen explosionsartigen Ausbruch. Wenn dann nur wenige Feststoffe im Vulkan stecken, entlassen sie besonders viele von den schwarzen Partikeln. Die bedecken nicht nur den Boden: Die Eruptionssäule eines Vulkans saugt große Mengen kalter Umgebungsluft an. Diese wird durch die bis zu 600 Grad heißen Aschepartikel und Gasmoleküle erhitzt und sorgt für einen bis zu vierzig Kilometer hohen Auftrieb in die Stratosphäre. Dort kann sich die Aschewolke in wenigen Stunden bis zu 6.000 Kilometer weit ausbreiten.

Fuji, Japan (© Bild: Imago)

Fuji (Japan): Bedrohung für 35 Millionen Menschen

Tokio und Yokohama bilden zusammen die größte Metropolregion der Welt: 35 Millionen Menschen leben hier im Schatten des Fuji. Bei der letzten Eruption 1707 spie er genug Asche, um 500 Fußballstadien zu füllen. Das moderne Tokio gut 300 Jahre später stünde still: Eine 15 Zentimeter dicke Ascheschicht, wie sie für den nächsten Ausbruch prognostiziert wird, würde das gesamte öffentliche Verkehrsnetz lahmlegen. Flughäfen, Autobahnen müssten geschlossen werden. Auf mindestens 17 Milliarden Euro schätzt die japanische Regierung den wirtschaftlichen Schaden des Ascheregens - das ist vergleichbar mit den unmittelbaren Folgekosten des Tsunami im März 2011. Nun verdichten sich die Hinweise auf einen neuen Ausbruch: Bis zu dreißig kleinere Erdbeben pro Monat sprechen für Magma-Bewegungen in etwa 15 Kilometern Tiefe.

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