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Erstellt am: 20 Juni 2012 | Von Gunnar Henze

Erdgipfel „Rio+20“: Wie die Menschheit die Erde retten kann

Die Welt blickt nach Rio de Janeiro: Tausende Delegierte beraten dort auf dem Erdgipfel „Rio+20“ der Vereinten Nationen über die Zukunft unseres Planeten. Große Fragen werden diskutiert: Wie können wir die Umwelt schützen, Armut bekämpfen und langfristig in Wohlstand leben?


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Noch nie zuvor war der ökologische Fußabdruck des Menschen auf der Erde so groß wie heute. Ein Teil der Menschheit lebt deutlich über seine Verhältnisse – auf Kosten der Natur und dem Rest der Weltbevölkerung. Die Weltgemeinschaft blickt nach Rio de Janeiro: Hier findet der „Rio+20“-Erdgipfel der Vereinten Nationen statt. Die wichtigste Frage lautet: Wie gehen wir mit den Ressourcen des Planeten verantwortungsvoll um, damit auch zukünftige Generationen noch lebenswerte Umweltbedingungen vorfinden? (Bild: Imago)

Erdgipfel Rio+20 (© Bild: Imago)

Auf dem Erdgipfel „Rio+20" diskutieren Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft vom 20. bis 22. Juni mögliche Wege zu einer gerechteren und nachhaltigeren Welt. Zwanzig Jahre nach dem ersten - und damals wegweisenden - Umweltgipfel in Rio de Janeiro blickt die Weltgemeinschaft erneut hoffnungsvoll auf die Metropole am Zuckerhut. Staats- und Regierungschefs sind vor Ort, die Verhandlungen befinden sich in vollem Gange.

Grüne Wirtschaft

Wichtige Themen wie Umweltschutz, Armutsbekämpfung und wirtschaftliche Entwicklung stehen auf der Agenda. „Green Economy" lautet das Leitmotiv: Gefragt ist eine nachhaltige Wirtschaftsweise, die Umweltschutz, die Bewahrung der natürlichen Ressourcen, wirtschaftliches Denken und soziale Gerechtigkeit auf der ganzen Welt in sich vereint.

„Die Weltbevölkerung beträgt heute sieben Milliarden und könnte auf mehr als neun Milliarden bis 2050 anwachsen", erklärte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in seiner vorab veröffentlichten Erklärung zum Welt-Umwelttag am 5. Juni. „Dies bedeutet mehr Druck auf die bereits überfüllten Städte - wo mehr als die Hälfte aller Menschen derzeit leben - und auf die natürlichen Ressourcen, da der Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie steigt."

Das Leben auf der Erde ist bedroht

Ein Umdenken und neue Vereinbarungen scheinen dringend geboten: Denn eine Welt mit neun Milliarden Menschen, die alle nach Lebensqualität und Wohlstand streben, sieht sich vor riesige Herausforderungen gestellt. Auch der voranschreitende Klimawandel führt zu mehr Naturkatastrophen, Hungersnöten und damit Flüchtlingsströmen. In ihrem „Living Planet Report 2012" hatten der WWF und andere Nichtregierungsorganisationen Alarm geschlagen: Verlust der Artenvielfalt, Waldrodungen und Trinkwasserknappheit bedrohen das Leben auf Planet Erde. Nach jüngsten Expertenschätzungen könnte der ungebremste Klimawandel mindestens 1,6 Billionen Euro Kosten.

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