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Erstellt am: 15 November 2013 | Von Welt der Wunder, DPA
Leben unter Extrembedingungen: Die Survival-Spezialisten aus der Natur

Wir Menschen sind von Natur aus eher schlecht geeignet, um mit extremen Umweltbedingungen fertig zu werden: Wir überstehen weder große Kälte noch hohe Temperaturen. In der Natur dagegen gibt es die Survival-Experten, die selbst in lebensfeindlichster Umgebung zurechtkommen – dank erstaunlicher Tricks.



Forscher in der Antarktis untersuchen Bakterien, die in 16 Meter Tiefe unter dem Eis leben. (© 1. Photo Courtesy Desert Research Institute, Emanuele Kuhn; 2. Photo Courtesy Desert Research Institute, Alison Murray; 3. Christian H. Fritsen, Desert Research Institute)
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  • Forscher in der Antarktis untersuchen Bakterien, die in 16 Meter Tiefe unter dem Eis leben. (© 1. Photo Courtesy Desert Research Institute, Emanuele Kuhn; 2. Photo Courtesy Desert Research Institute, Alison Murray; 3. Christian H. Fritsen, Desert Research Institute)
  • Königspinguin (© Imago)
  • Krokodileisfisch (© Public Domain)
  • Eisfrosch (© Imago)
  • Wüstenfuchs (© Imago)
  • Kängururatte (© Imago)
  • Teufelskärpfling (© Public Domain)
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1. Photo Courtesy Desert Research Institute, Emanuele Kuhn; 2. Photo Courtesy Desert Research Institute, Alison Murray; 3. Christian H. Fritsen, Desert Research Institute Zeige Thumbnails
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Ihr Lebensraum ist eine salzig-saure Brühe, bitterkalt und dunkel: Unter dem Eis der Antarktis lebt ein ganzes Ökosystem von Bakterien. Sie kommen ohne Sauerstoff und Licht aus – und das bei einer Kälte von minus 13 Grad. Ein Forscherteam der US-amerikanischen Akademie der Wissenschaften hat die kleinen Survival-Experten in einem unterirdischen Salzsee entdeckt, 16 Meter unter der Erdoberfläche.

Der Salzsee mit dem Namen Lake Vida, in dem die Bakterien leben, hatte nach Berechnungen der Forscher mindestens 2.800 Jahre lang keinen Kontakt mit der Oberfläche. Die Forscher hatten 2005 ein Loch gebohrt, um ihn auf mögliches Leben untersuchen zu können. Dabei mussten extreme Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, denn der See durfte nicht mit anderen Organismen "infiziert" werden.

Vorbild für Leben auf fremden Planeten?

Doch wie überlebt man unter solch extremen Bedingungen? Die Bakterien in der Antarktis betreiben nur minimalen Stoffwechsel – und erhalten, da ja Licht und Sauerstoff fehlen, ihre Energie dafür durch chemische Reaktionen. Die Salzlake, in der die sie leben, enthält viele gelöste organische Kohlenstoffverbindungen, Wasserstoff und reduzierte Metallverbindungen. Neben gelöstem Lachgas kommt auch viel Ammoniak vor. Die Forscher glauben deshalb, dass durch das Nebeneinander von oxidierten und reduzierten Verbindungen Reaktionen der Lösung mit dem darunter liegendem Sediment stattfinden. Dies könnte helfen, die Energie für den langsamen Stoffwechsel der Bakterien zu liefern.

Die Bakterien der Antarktis zeigen, dass auch in extrem unwirtlicher Umgebung Leben auf einer niedrigen, sparsamen Stufe existieren kann. Sie könnten damit ein Modell sein für mögliches Leben auf fernen, eisbedeckten Himmelskörpern – zum Beispiel dem Jupitermond Europa. Und auch andere Erdbewohner haben erstaunliche Strategien entwickelt, um unter lebensfeindlichen Bedingungen zurechtzukommen…

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