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Erstellt am: 17 Juni 2013 | Von Gunnar Henze

Wüsten der Erde: Leben unter extremen Bedingungen

Sie umfassen rund ein Drittel aller Landflächen der Erde – und breiten sich immer weiter aus. Die Existenzbedingungen in der Wüste sind extrem: Wer hier langfristig überleben will, befindet sich im permanenten Ausnahmezustand.


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Extrem trocken, lebensfeindlich und fast menschenleer: Die Rub al-Khali auf der Arabischen Halbinsel ist die größte reine Sandwüste der Erde. Ihre 780.000 Quadratkilometer sind fast menschenleer, nur wenige hochspezialisierte Pflanzen, Spinnen und Nagetiere überleben hier. (Bild: Imago)

Wüsten der Erde - Leben unter Extrembedingungen (© Bild: Imago)

Glühende Hitze, äußerste Trockenheit, kein Wasser weit und breit: Öde und extrem lebensfeindlich erscheinen Wüsten auf den ersten Blick; endlose Meere aus Sand, in denen kaum Leben möglich ist. Zwischen 45 und 50 Millionen Quadratkilometer aller Landmassen auf der Erdoberfläche sind mit Wüsten oder Halbwüsten bedeckt. Das entspricht etwa einem Drittel des gesamten Festlandes. Tendenz: steigend.

Desertifikation, also „Wüstenbildung", ist ein komplexer Prozess, der häufig vom Menschen ausgelöst und durch den Klimawandel zusätzlich verschärft wird. In den gefährdeten Regionen werden Böden, Vegetation und Wasser meist intensiv genutzt, was schließlich ihre Zerstörung einleitet. Böden versalzen und versanden, Wasser wird immer knapper. Es wächst und gedeiht immer weniger. Rund zwei Milliarden Menschen sind weltweit durch sich ausbreitende Wüsten bedroht. Weil der Wind den Sand der Wüsten in fruchtbare Gebiete trägt, versteppen und veröden die umliegenden Regionen.

Sand und Hitze: Leben am Limit

Wüsten der Erde - Leben unter Extrembedingungen (© Bild: Imago)

Die extremen Bedingungen der Wüste stellen Tiere und Pflanzen vor enorme und manchmal brutale Herausforderungen: Wer hier überleben will, muss sich anpassen. Der Erfindungsreichtum des Lebens lässt sich in der Wüste bestens beobachten: Von Wasser speichernden Kakteen bis hin zu schwer bewaffneten Skorpionen reicht das Spektrum. Auch Menschen müssen sich spezialisieren, um in der Wüste zu überleben - ob nun als Nomaden oder sesshafte Oasenbauern.

Die Wüsten der Erde sind heute zum größten Teil „entdeckt". Trotzdem bleibt gerade die geologische und klimatische Wüstenforschung eine wichtige Zukunftsaufgabe. Wenn es darum geht, die weitere Entwicklung des Klimas abzuschätzen etwa, oder um die Suche nach neuen Wasserspeichern. So wurde erst kürzlich im Death Valley die heißeste jemals dokumentierte Nachttemperatur entdeckt. Und in der südafrikanischen Namib-Wüste stießen Geologen auf ein riesiges fossiles Wasserreservoir, das Trinkwasser für Jahrhunderte liefern könnte. Dieser kostbare Schatz eröffnet den Wüstenbewohnern völlig neue Perspektiven.

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