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Anfang Mai 1986 durfte man in Deutschland keine Milch trinken, kein frisches Obst und Gemüse essen, sich nicht unnötig im Freien aufhalten - und sollte unbedingt den Regen meiden. Der Grund lag über 1000 Kilometer entfernt: ein Super-GAU im Kernkraftwerk von Tschernobyl. Am 26 April jährt sich die Katastrophe, die das Bild der Kernenergie für immer veränderte, wieder einmal.
Angesichts der Atomkatastrophe in Japan wurde erst vor kurzem wieder einmal deutlich, wie viel Angst und Emotionen mit Unfällen in Kernkraftwerken verbunden sind. Das war nicht immer so, bis in die 1970er Jahre wurde das Thema Atomenergie relativ wohlwollend in der deutschen Öffentlichkeit betrachtet. Aber dann kam ein Ereignis, das alles änderte: Am 26. April 1986 explodierte im sowjetischen Kernkraftwerk Tschernobyl ein kompletter Kraftwerksblock, in der Folge wurden große Gebiete in der heutigen Ukraine radioaktiv verstrahlt. Und auch in Deutschland spürte man die Auswirkungen sehr deutlich: Viele Landwirte mussten ihre Felder umpflügen, Wiesen, Freibäder und Spielplätze wurden gesperrt - und plötzlich hatten die Deutschen Angst davor, in den Regen zu geraten. In dieser Galerie werfen wir einen Blick zurück auf eine Nuklearkatastrophe, die das Bild der Kernenergie für immer verändert hat.
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