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Wie sicher sind Atomkraftwerke weltweit?
Nahe der Kleinstadt Belene im Norden Bulgariens soll das zweite Kernkraftwerk des Landes entstehen - mitten in einem Erdbebengebiet. Es befindet sich noch im Bau: Insgesamt sind zwei Reaktorblöcke geplant, das erste soll 2014 in Betrieb gehen. Nach Vorstellungen der bulgarischen Regierung soll es den Energieausfall des bisher einzigen Kernkraftwerks Kosloduj kompensieren. Auf Drängen der Europäischen Union musste es umgerüstet werden. Bei einem Erdbeben des Jahres 1977 starben in der Region 120 Menschen. Seismologen rechnen in dieser Region mit Erdbeben mit einer Stärke von bis zu 8,5 auf der Richterskala.
Umweltschutzorganisationen protestieren gegen das Atomprojekt, weil es sich in einer Erdbebenregion befindet. Die Krise in Japan gibt der Diskussion neuen Zündstoff. Die Regierung hält aber an den Plänen fest - ganz im Sinne des russischen Herstellers. Auch der deutsche Stromkonzern RWE war im Dezember 2008 mit 49 Prozent am Projekt eingestiegen, die Mehrheit hielt der staatliche bulgarische Stromerzeuger NEK. Im Oktober 2009 stieg der Essener Energieriese RWE wegen der Krise jedoch aus. Anfang 2010 weigerte sich die Bank BNP Paribas, Bulgarien einen Kredit über 250 Millionen Euro zu gewähren. Seitdem sucht Sofia nach anderen Investoren.
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