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High Heels: Risiko auf hohen Absätzen

Hoch und noch höher: High Heels einfach die perfekte Wahl für den ganz großen Auftritt. Doch viele Frauen haben Probleme damit, wirklich sicher in ihnen zu laufen. Sie fühlen sich unbeholfen und staksig, und es kann durchaus auch gefährlich sein. Akute Verletzungen, wie gezehrte Bänder, gerissene Sehnen und gebrochene Knöchel sind mögliche Folgen. Denn auf Kopfsteinpflaster, Abhängen oder beim Rennen knicken viele Frauen um, andere stürzen dabei sogar bedrohlich.
Doch viel schlimmer als diese akuten Verletzungen sind die Langzeitschäden. Dauerhaftes und zu häufiges Tragen von High Heels wirken sich schleichend auf die Form des Fußes und auf den gesamten Bewegungsapparat aus. Es kommt zu Deformitäten, wie etwa Hallux Valgus und Krallenzehen.
Prof. Dr. med. Markus Walther, Chefarzt der Schön Klinik München Harlaching, ist überzeugt, dass gegen gelegentliches Tragen von High Heels nichts einzuwenden ist: „Das Problem entsteht immer dann, wenn Sie nur noch in High Heels herumlaufen und sich der Probleme nicht bewusst sind und keinen Ausgleich haben. Durch entsprechendes Training kann man sehr viel dieser langfristigen Probleme abfangen." High-Heel-Trägerinnen sollten darauf achten ihr Schuhwerk regelmäßig zu wechseln. So könnte man beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit flache Schuhe tragen und dann im Büro die Schuhe wechseln, sofern man unbedingt High Heels tragen möchte.
Für zwischendurch gibt es aber einige ganz einfache Übungen, um den beanspruchten Füßen etwas Gutes zu tun. In Kursen erfährt man viele hilfreiche Tipps und Tricks, um in Zukunft elegant und ohne Risiko High Heels tragen zu können. In München etwa hat Edeltraud Breitenberger eine ganz besondere Form des High-Heel-Coachings entwickelt. Die langjährige Tango-Tänzerin und High-Heel-Expertin legt besonderen Wert auf gesunde Zehen. Sie ist überzeugt: „Der große Zeh ist der Boss der High Heels, der hat das Kommando und wenn er das Kommando und den Kontakt zum Boden verliert, wird der ganze Fuß wackelig."
Verschiedene Studien haben ergeben, dass das Tragen von hohen Absätzen sich irgendwann rächt. Die Zahl der Frauen, die sich aufgrund von Fußbeschwerden operieren lassen müssen, steigt im Alter von 40 bis 60 Jahren drastisch an. Grund dafür sind nachgewiesener Maßen zu hohe und zu enge Schuhe. In Ländern wie West Afrika, wo die Frauen oft gar keine Schuhe tragen, ist der Anteil von Fußdeformitäten verschwindend gering. Barfuß laufen ist also immer noch am Gesündesten! Und in Ländern wie Deutschland, wo das eindeutig keine langfristige Option ist, sollte man den Füßen unbedingt etwas Abwechslung gönnen.
Mehr zum Thema "Gesunde Schuhe, schlechte Schuhe" am Sonntag den 25.11. ab 18 Uhr auf RTL II.
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