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Erstellt am: 23 November 2012 | Von Welt der Wunder

High Heels: Risiko auf hohen Absätzen

Schick, aber gefährlich: 2012 waren die Absätze der High Heels besonders hoch. Doch Balancieren auf unebener Straße oder gar Autofahren mit Killerabsätzen will gelernt sein. Welt der Wunder klärt auf über Risiken und Gefahren.


High Heels werden assoziiert mit Sexappeal, Ausstrahlung und Eleganz. Doch im Alltag können die hohen Absätze schnell zum echten Risikofaktor wirken. Für die Wirbelsäule sind sie eine echte Extrembelastung. (© Bild: Imago)
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  • High Heels werden assoziiert mit Sexappeal, Ausstrahlung und Eleganz. Doch im Alltag können die hohen Absätze schnell zum echten Risikofaktor wirken. Für die Wirbelsäule sind sie eine echte Extrembelastung. (© Bild: Imago)
  • Ein Schuh wird zum High Heel, wenn die Absatzhöhe zwischen zehn und 13,5 Zentimeter liegt. Alles, was höher ist, gilt bereits als Fetisch – und wird in normalen Schuhläden daher meist nicht verkauft. (© Bild: Imago)
  • Um die tatsächliche Absatzhöhe zu ermitteln, wird ein Lineal in der Mitte – und nicht am hinteren Teil – des Absatzes angesetzt und dann bis unten gemessen. (© Bild: I,a)
  • Bei Plateauschuhen muss das Plateau abgezogen werden. So kann es sein, dass der Schuh zwar gewaltig hoch wirkt, die Absatzhöhe aber weniger als 10 cm beträgt. Das erleichtert das Laufen und verhindert, dass der Fuß in einem zu steilen Winkel zu den Zehen ansteigt. Je stärker der Winkel, desto schwerer ist es darin das Gleichgewicht zu halten. Aus medizinischer Sicht kann ein zu hoher Absatz sogar dazu führen, dass das Schienbein vorne überkippt. (© Bild: Imago)
  • Der große Vorteil eines Plateaus ist allerdings, dass in der Sohle oft versteckte Polster integriert sind, die den Tragkomfort erhöhen. Darüber hinaus spürt man auch die Unebenheiten des Bodens nicht so stark und die Ballen werden weniger stark beansprucht. Durch die zusätzliche Höhe des Plateaus kann allerdings ein Umknicken leichter zu Verletzungen führen. (© Bild: ddp images ddp, Jens Koehler)
  • Die eigentliche Gefahr der High Heels zeigt sich jedoch oft erst nach jahrelangem und regelmäßigem Tragen. Denn die enge Passform drückt den großen Zeh in Richtung des Fußäußeren. Auf Dauer werden dadurch die Muskeln überdehnt und sind nicht mehr in der Lage die Zehen gerade zu ziehen. Es entsteht der sogenannte Großzehenballen oder Hammerzeh, medizinisch Hallux Valgus genannt. Eine weitere chronische Folge sind die Krallenzehen: Durch den steilen Winkel der High Heels rutschen die Zehen nach vorne und stoßen gegen die Schuhspitze. Dabei werden sie gestaucht, und in der Folge bilden sich auch hier die Muskeln zurück. (© Bild: Bild: Prof. Dr. med. Markus Walther)
  • Eine weitere schmerzhafte Veränderung entsteht durch den steilen Winkel der High Heels: Denn beim Laufen wird das Körpergewicht nicht über den ganzen Fuß verteilt, sondern lastet nur auf dem Ballen. Dadurch wird das plantare Fettpolster, das unter den Ballen liegt, überbeansprucht und plattgedrückt. In der Folge bildet es sich langsam zurück, so dass man irgendwann nur noch auf den Knochen läuft. ( (© Bild: Welt der Wunder)
  • High Heel Trägerinnen kennen das Problem: Am Abend sind die Füße abgeschlagen und die Zehen oft verkrampft. Durch einfaches Massieren und Spreizen lockert man das Gewebe. Dafür cremt man die Füße am besten ein und schiebt dann die Finger zwischen die Zehen. Alternativ kann man aber auch Zehentrenner wie zum Auftragen von Nagellack zwischen die Zehen schieben. (© Bild: Imago)
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High Heels werden assoziiert mit Sexappeal, Ausstrahlung und Eleganz. Doch im Alltag können die hohen Absätze schnell zum echten Risikofaktor wirken. Für die Wirbelsäule sind sie eine echte Extrembelastung.

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Hoch und noch höher: High Heels einfach die perfekte Wahl für den ganz großen Auftritt. Doch viele Frauen haben Probleme damit, wirklich sicher in ihnen zu laufen. Sie fühlen sich unbeholfen und staksig, und es kann durchaus auch gefährlich sein. Akute Verletzungen, wie gezehrte Bänder, gerissene Sehnen und gebrochene Knöchel sind mögliche Folgen. Denn auf Kopfsteinpflaster, Abhängen oder beim Rennen knicken viele Frauen um, andere stürzen dabei sogar bedrohlich.

Doch viel schlimmer als diese akuten Verletzungen sind die Langzeitschäden. Dauerhaftes und zu häufiges Tragen von High Heels wirken sich schleichend auf die Form des Fußes und auf den gesamten Bewegungsapparat aus. Es kommt zu Deformitäten, wie etwa Hallux Valgus und Krallenzehen.

Prof. Dr. med. Markus Walther, Chefarzt der Schön Klinik München Harlaching, ist überzeugt, dass gegen gelegentliches Tragen von High Heels nichts einzuwenden ist: „Das Problem entsteht immer dann, wenn Sie nur noch in High Heels herumlaufen und sich der Probleme nicht bewusst sind und keinen Ausgleich haben. Durch entsprechendes Training kann man sehr viel dieser langfristigen Probleme abfangen." High-Heel-Trägerinnen sollten darauf achten ihr Schuhwerk regelmäßig zu wechseln. So könnte man beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit flache Schuhe tragen und dann im Büro die Schuhe wechseln, sofern man unbedingt High Heels tragen möchte.

Für zwischendurch gibt es aber einige ganz einfache Übungen, um den beanspruchten Füßen etwas Gutes zu tun. In Kursen erfährt man viele hilfreiche Tipps und Tricks, um in Zukunft elegant und ohne Risiko High Heels tragen zu können. In München etwa hat Edeltraud Breitenberger eine ganz besondere Form des High-Heel-Coachings entwickelt. Die langjährige Tango-Tänzerin und High-Heel-Expertin legt besonderen Wert auf gesunde Zehen. Sie ist überzeugt: „Der große Zeh ist der Boss der High Heels, der hat das Kommando und wenn er das Kommando und den Kontakt zum Boden verliert, wird der ganze Fuß wackelig."

Verschiedene Studien haben ergeben, dass das Tragen von hohen Absätzen sich irgendwann rächt. Die Zahl der Frauen, die sich aufgrund von Fußbeschwerden operieren lassen müssen, steigt im Alter von 40 bis 60 Jahren drastisch an. Grund dafür sind nachgewiesener Maßen zu hohe und zu enge Schuhe. In Ländern wie West Afrika, wo die Frauen oft gar keine Schuhe tragen, ist der Anteil von Fußdeformitäten verschwindend gering. Barfuß laufen ist also immer noch am Gesündesten! Und in Ländern wie Deutschland, wo das eindeutig keine langfristige Option ist, sollte man den Füßen unbedingt etwas Abwechslung gönnen.

Mehr zum Thema "Gesunde Schuhe, schlechte Schuhe" am Sonntag den 25.11. ab 18 Uhr auf RTL II.

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