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Auch wenn Merkur als innerster Planet unseres Sonnensystems der Erde recht nah ist, so zählt er dennoch zu den am wenigsten erforschten Himmelskörpern überhaupt. Mit der Raumsonde „Messenger“ rückt die NASA dem sonnennächsten Planeten deshalb seit einiger Zeit auf die Pelle – und hat nun einen sensationellen Fund gemacht: Trotz der großen Nähe zur Sonne besitzt der Planet eine Eisdecke.
Als sonnennächster Planet sprengt der Merkur jegliche Temperaturrekorde, die wir von der Erde her kennen: Sage und schreibe 426 Grad herrschen auf dem Teil seiner Oberfläche, der der Sonne zugewandt ist. Umso erstaunlicher ist eine aktuelle Meldung der NASA: Ihre Raumsonde "Messenger“ hat deutliche Hinweise auf eine Eisdecke entdeckt, die auf der sonnenabgewandten Seite des Planeten existiert. Nach Schätzungen der NASA könnte sie stellenweise sogar bis zu 20 Meter dick sein. Vermutlich haben Kometen oder Asteroiden die organische Substanz auf den sonnennahe Gesteinsplaneten befördert. Gleichzeitig betont man bei der US-Raumfahrtbehörde, dass aus der Existenz von Wasser auf keinen Fall das Vorhandensein von Leben geschlussfolgert werden sollte.
In kosmischen Dimensionen gemessen liegt der Merkur von der Erde aus betrachtet "um die Ecke', seine durchschnittliche Entfernung zu unserem Heimatplaneten beträgt 150 Millionen Kilometer. Zum Vergleich: Der Gasriese Jupiter ist im Mittel rund 780 Millionen Kilometer von uns entfernt - und dennoch wissen wir mehr über den weit entfernten Giganten, als über unseren Beinahe-Nachbarn. Dies soll sich nun ändern. Nachdem mit "Mariner 10' in den frühen 1970er-Jahren die erste und letzte Raumsonde zum Merkur aufbrach, hat die NASA mit Messenger im Jahr 2004 endlich einen Nachfolger auf den Weg gebracht. Ende März 2011 erreichte Messenger den innersten Planeten unseres Sonnensystems und tauchte in einen Orbit ein. Die Sonde soll unter anderem die Planetenoberfläche, das Magnetfeld sowie die Polarregionen des Merkurs genauer untersuchen.
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