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Bringdienst fürs Weltall: Erster privater Raumtransporter startet zur ISS
Es ist nicht weniger als der Beginn einer neuen Ära in der bemannten Raumfahrt: Am frühen Dienstagmorgen ist mit der Raumkapsel" Dragon" der erste rein private Raumtransporter zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet. Dahinter steckt das kalifornische Unternehmen SpaceX des Internetmilliardärs Elon Musk.

Bild: NASA
SpaceX hat einen Kooperationsvertrag mit der NASA abgeschlossen, der zwölf Versorgungsflüge zur ISS beinhaltet. Dafür erhält das Unternehmen 1,6 Milliarden US-Dollar - trägt aber auch das alleinige Risiko für etwaige Fehlschläge. Und genau hier liegt das Novum gegenüber früheren Beteiligungen privater Unternehmen an Weltraummissionen: Bisher beauftragten staatliche Raumfahrtorganisationen wie die NASA private Unternehmen lediglich mit der Konstruktion von Raketen, Raumkapseln und anderen Komponenten, übernahmen aber die komplette Verantwortung für die Durchführung der Missionen. Mit dem Auftrag an SpaceX entledigte sich die NASA nun sämtlicher Risiken und stellt lediglich den Startplatz in Cape Canaveral zur Verfügung.
Der Flug zur ISS ist zunächst nur ein Test; die Raumkapsel Dragon hat lediglich rund eine halbe Tonne Material an Bord. Insgesamt hat sich SpaceX zum Transport von 20 Tonnen Gütern ins All verpflichtet. Der Grund für die externe Vergabe der Transportflüge durch die NASA ist banal: Es winkt eine enorme Kostenersparnis durch das Outsourcing von Routinemissionen wie den regelmäßigen Versorgungsflügen zur ISS. Daher ist SpaceX auch nicht das einzige Privatunternehmen, das derartige Aufträge von der NASA erhält: Die Firma Orbital Sciences mit Sitz im US-Bundesstaat Virginia hat ebenfalls einen Transportvertrag mit der NASA abgeschlossen; zwischen 2012 und 2015 wird das Unternehmen acht Flüge für die US-Raumfahrtagentur durchführen.
Die Raumkapsel hat übrigens - neben einer halben Tonne Versorgungsgüter - auch eine ganz spezielle Fracht an Bord: Die sterblichen Überreste des ehemaligen NASA-Astonauten Gordon Cooper und des Schauspielers James Doohan, besser bekannt als Montgomery "Scotty" Scott aus der TV-Serie "Raumschiff Enterprise". Die Asche der beiden Verstorbenen befindet sich in der zweiten Raketenstufe und wurde knapp zehn Minuten nach dem Start in einen Erdorbit abgekoppelt.
Für SpaceX ist der befristete Transportvertrag mit der NASA übrigens nur eine Übung zum warm werden: In absehbarer Zeit möchte das Unternehmen auch Astronauten zum Mond oder sogar zu Mars schicken.
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