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14 Juni 2012 | Von dpa / Claas Gieselmann

Kosmische Killer im Visier: NASA startet neues Röntgenteleskop

Der Start des Röntgenteleskops „NuSTAR“ verspricht nicht weniger, als uns einen völlig neuen Blick auf unser Universum zu ermöglichen. Mit seinen hochmodernen Instrumenten soll das Teleskop energiereiche Objekte selbst in größten Entfernungen erkennen können – im Fokus stehen dabei vor allem kosmische Killer wie Schwarze Löcher und Sternenexplosionen.


Hell leuchtender Quasar (© Bild: ESO, M. Kornmesser)
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  • Hell leuchtender Quasar (© Bild: ESO, M. Kornmesser)
  • Ein schwarzes Loch (© Bild: NASA, JPL-Caltech)
  • Röntgenteleskop NuSTAR (© Bild: NASA, JPL Caltech)
  • Aktiver Galaxiekern im jungen Universum (© Bild: NASA, JPL Caltech)
  • Schwarzes Loch (© Bild: NASA, G. Bacon, STScI)
  • Schwarzes Loch frisst Materie eines Sterns (© Bild: ESO, L. Calcada)
  • Doppelsternsystem und Schwarzes Loch XTE-J1650-500 (© Bild: NASA, CXC, A. Hobart)
  • Magnetfeld rund um ein Schwarzes Loch (© Bild: NASA)
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Bild: ESO, M. KornmesserZeige Thumbnails
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Energiereiche Objekte wie diesen Quasar soll das neue Röntgenteleskop "NuSTAR" künftig ins Visier nehmen.

Es ist gerade einmal so groß wie ein Kühlschrank, wiegt nur 350 Kilogramm - und doch weckt das Weltraumteleskop "NuSTAR" große Hoffnungen bei Astronomen weltweit. Denn das neue Röntgenteleskop verspricht die bisher detailliertesten Bilder von Schwarzen Löchern zu liefern, die der Menschheit bisher zur Verfügung standen. NASA-Manager William Craig spricht sogar von einem „völlig neuen Fenster zum Universum". Dementsprechend freut man sich bei der US-Weltraumagentur schon jetzt auf eine „fantastische wissenschaftliche Ausbeute".

Kosmische Killer im Visier: Neues Röntgenteleskop soll Schwarze Löcher untersuchen (© Bild: NASA, Dana Berry, Sky Works Digital)

NuSTAR kann und soll aber nicht nur Schwarze Löcher ins Visier nehmen. Durch seine neuartigen Instrumente ist das Weltraumteleskop in der Lage, sämtliche energiereichen Objekte im Universum genau unter die Lupe zu nehmen. Neben den alles verschlingenden Schwarzen Löchern zählen dazu auch die Überreste explodierter Sterne und aktive Galaxiekerne, vor allem Quasare. Um diese auch in großer Entfernung beobachten zu können, fokussiert NuSTAR so genannte harte Röntgenstrahlen. Die sind sehr energiereich und ähneln jenen Strahlen, mit denen beispielsweise Zahnärzte Gebisse durchleuchten. Diese Strahlung ist auch in der Lage, kosmischen Staub zu durchdringen - und soll so dabei helfen, erstmals eine systematische Bestandsaufnahme von Objekten mit hohem Energieausstoß in unserem Universum durchzuführen.

Der Start des Weltraumteleskops NuSTAR fiel - passend zu den geringen Ausmaßen des Teleskops - eher minimalistisch aus: An Bord einer Pegasus-Rakete, die unter einem Flugzeug des Typs L-1011 „Stargazer" montiert ist, ging es zunächst in die Luft. Über den Marshall-Inseln wurde die Pegasus-Rakete dann abgekoppelt, zündete ihre Triebwerke und startete mit dem NuSTAR-Teleskop an Bord ins All.

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