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Erstellt am: 14 Mai 2013 | Von Welt der Wunder

Kosmisches Dauerfeuer: Mehrere gewaltige Eruptionen auf der Sonne

Die NASA hat binnen weniger Stunden gleich zwei gewaltige Eruptionen auf der Sonnen beobachtet - beides sogenannte "X-Flares", die größten Ausbrüche, die es auf unserem Heimatstern gibt. Ungewöhnlich ist das Ereignis aber nicht, steht unser Zentralgestirn doch kurz vor seinem elfjährigen Aktivitätsmaximum.


Sonneneruption der Stärke X1.7 (© Bild: NASA, SDO, AIA)
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  • Sonneneruption der Stärke X1.7 (© Bild: NASA, SDO, AIA)
  • Sonneneruption der Kategorie X2.8 (© Bild: NASA, SDO)
  • Gewaltige Sonneneruption (© Bild: NASA, SDO)
  • Gewaltige Sonnenflecken entdeckt (© Bild: NASA, SDO, AIA, HMI, Goddard Space Flight Center)
  • Starke Eruption auf der Sonne (© Bild: NASA, SDO, AIA (Symbolbild))
  • Gewaltige Eruption auf der Sonne (© Bild: NASA, Solar Dynamics Observatory (SDO))
  • Eruptionen auf der Sonne (© Bild: NASA)
  • Gewaltige Sonneneruption im September 2012 (© Bild: NASA)
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Bild: NASA, SDO, AIAZeige Thumbnails
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Binnen weniger Stunden hat die NASA gleich zwei Sonneneruptionen der höchsten Kategorie beobachtet: Erst eine der Größenordnung X1.7...

Die NASA hat innerhalb weniger Stunden gleich zwei gewaltige "X-Flares" auf der Sonnen beobachtet - Ausbrüche der höchsten Kategorie. Der erste hatte eine Stärke von X1.7, der zweite eine noch deutlich höhere Intensität: X-2.8. In beiden Fällen kam es auch zu einem sogenannten koronalen Masseauswurf; dem Ausstoß hochenergetischer Teilchen ins All. Diese auch als Sonnenstürme bekannten Teilchenschauer gingen allerdings nicht in Richtung Erde, wir werden also nichts davon bemerken.

Aktivitätsmaximum steht bevor

Die Sonne bewegt sich derzeit auf das Aktivitäts-Maximum in ihrem elfjährigen Zyklus zu. Der Höhepunkt der Sonnenaktivität wird nach Angaben der NASA für Mai 2013 erwartet - bis dahin nehmen die Stürme auf unserem Zentralgestirn immer weiter zu und gewinnen parallel auch an Intensität. Experten befürchten, dass dadurch es zu merklichen Störungen im Alltag kommen könnte, da durch Sonnenstürme gefährdete technische Systeme wie Satelliten und Navigationssysteme heute eine viel größere Rolle für uns Menschen spielen, als bei früheren Aktivitätsmaxima der Sonne. Derzeit deutet sich zwar an, dass das aktuelle MAximum eines der schwächsten der letzten Jahrzehnte wird; auf die Intensität möglicher Sonnenstürme hat das allerdings keinen Einfluss.

Grundsätzlich wird die Erde zwar durch ihr starkes Magnetfeld vor den schlimmsten Auswirkungen von Eruptionen auf der Sonne geschützt - trifft einer ihrer energiereichen Teilchenstürme auf dieses, entstehen die bekannten Polarlichter - doch sollten wir uns nicht in Sicherheit wiegen. Dazu besteht leider absolut kein Grund, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt.

Stürmischer Feuerball

Die erste größere Sonneneruption wurde 1859 vom britischen Forscher Richard Carrington entdeckt - über eventuelle Folgen auf der Erde ist nichts bekannt, aufgrund der relativ geringen Verbreitung von Elektrizität zur damaligen Zeit verwundert das aber auch nicht. Mittlerweile wissen wir aber sehr genau, wie und warum Stürme auf der Sonne uns hier auf der Erde beeinflussen.
 

Eruption auf der Sonne (© Bild: NASA)

Wissenschaftler bezeichnen Sonnenstürme als koronalen Massenauswurf: Dabei werden geladene Partikel von der Sonne ausgestoßen und rasen mit sehr hoher Geschwindigkeit auf die Erde zu. Meistens ist von solchen Eruptionen hier auf der Erde nichts zu spüren, elektrische Geräte können aber durch die geomagnetischen Stürme empfindlich gestört werden oder sogar komplett ausfallen. Besonders gefährdet sind die 20.000 Kilometer von der Erde entfernten GPS-Satelliten, von denen nicht nur die Autofahrer mit Navigationssystem, sondern unter anderem auch Luft- und Schifffahrt abhängig sind. Fallen diese aus, droht ein globales Verkehrschaos. Bisher blieb uns ein solches „Worst Case Scenario" erspart, aber die Sonne hat in der Vergangenheit durchaus schon öfter ihre Muskeln spielen lassen: So kam es 1972 durch einen Sonnensturm zu Störungen des Telefonnetzes im US-Bundesstaat Illinois und 1989 sogar zu großflächigen Stromausfällen in der kanadischen Provinz Québec - damals saßen sechs Millionen Menschen über Stunden im Dunkeln.

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