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Mission zum Mars: NASA will Curiosity-Einsatz deutlich verlängern
Auch wenn sie erst seit rund einem halben Jahr läuft, ist die Mission von Marsrover "Curiosity " ("Neugier") auf dem Roten Planeten schon jetzt ein voller Erfolg: Die NASA ist von den bisherigen Ergebnissen des Einsatzes so begeistert, dass sie den Missionszeitraum scheinbar deutlich verlängern will. Das wurde jetzt am Rande der US-amerikanischen Wissenschaftlertagung American Association for the Advancement of Science (AAAS) in Boston bekannt. Curiosity-Projektleiter John Grotzinger ließ dort verlauten, dass man „bereit ist, die Mission über die ursprünglich geplante Dauer von etwa zwei Jahren hinaus zu finanzieren." Derzeit liegen die avisierten Kosten für den gesamten Einsatz bei 2,5 Milliarden US-Dollar (etwa 1,9 Milliarden Euro) - um wie viel sie durch die Verlängerung steigen werden, ist derzeit nicht nicht bekannt. Auch gibt es noch keine Informationen dazu, wie lange die Forschungsmission dann insgesamt laufen soll.
Ein möglicher Grund für die Entscheidung ist vielleicht auch der jüngste Missionserfolg: Curiosity hat die allererste Bohrung auf dem Mars vorgenommen. Auf Bildern der NASA ist deutlich das dabei freigesetzte, hellgraue Gesteinspulver zu erkennen - die rote Farbe des Mars rührt lediglich von dem rostigen Staub her, den den gesamten Planeten bedeckt. Gebohrt hat der Marsrover in einer Region des Gale-Kraters namens Yellowknife Bay. Hier wurden zuvor Adern und Risse im Gestein entdeckt, die nach Meinung von Experten nicht ohne fließendes Wasser entstanden sein können. Ob davon aber auch Spuren zu finden sind, muss sich noch zeigen; derzeit laufen die Analysen der Gesteinsproben.

Bild: NASA, JPL-Caltech
Viele Entdeckungen - keine Sensationen
Als die NASA vor kurzem ankündigte, man habe eine Entdeckung „für die Geschichtsbücher“ auf dem Mars gemacht, überschlugen sich viele Medien mit Spekulationen: Hatte man womöglich Leben auf dem Roten Planeten entdeckt? Nachdem die Ergebnisse veröffentlicht wurden, machte sich Enttäuschung breit - schließlich hatte man doch etwas Sensationelles erwartet. Stattdessen meldete die US-Raumfahrtbehörde lediglich, sie habe organische Verbindungen entdeckt, die auf früheres Leben auf dem Mars hindeuten könnten. Das wäre zwar eigentlich auch noch recht spektakulär, doch die NASA schränkt ihre Aussage noch weiter ein: Man sei sich noch nicht sicher, ob Curiosity die entdeckten Teilchen nicht vielleicht selbst mitgebracht habe. Das sollen weitere Untersuchungen zeigen. Angesichts der vorab ausgelösten Erwartungen waren das eher enttäuschende Fakten; nichtsdestotrotz ist die Entdeckung von Sauerstoff, Chlorgas und Kohlenstoff-Verbindungen auf unserem roten Nachbarplaneten eine außergewöhnliche Meldung.
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