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Erstellt am: 12 August 2013 | Von Welt der Wunder, mit Materialien von dpa

Nächtliches Feuerwerk: Sternschnuppenregen über Deutschland

Wer dieser Tage einen Blick in den Nachthimmel wirft, kommt in den Genuss eines besonderen Schauspiels: Noch bis Mitte August ergießt sich ein Sternschnuppenregen, die so genannten „Perseiden“, über das Firmament. Das Aktivitätsmaximum wird für die Nacht zu Dienstag erwartet.


Sternschnuppenschauer über Deutschland (© Bild: dpa, Oliver Berg, Archiv)
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  • Sternschnuppenschauer über Deutschland (© Bild: dpa, Oliver Berg, Archiv)
  • Sternschnuppenmonat August (© Bild: Imago)
  • Augen auf am Nachthimmel (© Bild: Imago)
  • Kleine Meteore (© Bild: Imago)
  • Nur einen Millimeter groß (© Bild: DLR)
  • Sternenstaub (© Bild: GNU, Creative Commons, Brocken Inaglory)
  • Leuchtender Schweif (© Bild: DDP Images)
  • Verglühen in der Atmosphäre (© Bild: William L. Stefanov, ESCG, NASA, JSC)
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Bild: dpa, Oliver Berg, ArchivZeige Thumbnails
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In den nächsten Tagen regnet es Tausende Sternschnuppen vom Himmel. Der Sternschnuppenschwarm der Perseiden erreicht sein Aktivitätsmaximum.

Nächtliches Feuerwerk: Sternschnuppenregen über Deutschland (© Bild: Imago)

Ein schmaler Leuchtstreifen am Himmel: So schnell wie er gekommen ist, verschwindet er auch wieder. Sternschnuppen sollen geheime Wünsche erfüllen, romantische Menschen glauben fest daran. Für Dienstag, den 12. August wird das Aktivitätsmaximum des Sternschnuppenstroms der Perseiden erwartet. Doch einen ungetrübten Blick auf das Himmelsschauspiel wird es wegen vieler Wolken nur mit Glück geben. Der Mond stört die Sicht kaum: Er steht als schmale Sichel am Himmel und geht vor Mitternacht unter. Jürgen Schulz von der Vereinigung der Sternfreunde rät, sich zur Beobachtung einen freien Platz ohne störendes Licht außerhalb von Städten zu suchen. Besonders eindrucksvoll sei das Schauspiel im Hochgebirge. Die Perseiden seien aber kein spektakuläres Feuerwerk. Offene Augen und Geduld sollten Sternschnuppen-Gucker deshalb mitbringen – „und immer ein paar Wünsche parat haben, dann wird man auch belohnt.“

Der Strom der Perseiden

Sternschnuppenströme werden nach dem Sternbild benannt, aus dem sie zu kommen scheinen – wie die Perseiden aus dem Sternbild Perseus. Sie sind Trümmerteile des weitgehend aufgelösten Kometen Swift-Tuttle. Gerät die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne in eine solche Trümmerwolke, kommt es zu Sternschnuppen-Schauern. Die Lichtstreifen entstehen, wenn kleine Objekte in die Erdatmosphäre eindringen und dort verglühen. Noch bis zum kommenden Mittwoch entfaltet der Perseiden-Strom seine größte Aktivität – mit dem Höhepunkt in der Nacht zum Dienstag. Dann können bei klarem Himmel pro Stunde mehr als 100 der kleinen, kurzen Lichtblitze am Himmel zu sehen sein. „Das wird dieses Mal schwierig“, sagt die Meteorologin Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Bis dahin sollen sich die Wolken einer Regenfront nämlich über das ganze Land ausgebreitet haben. Schon in der Nacht zum Montag werde der größte Teil Deutschlands unter Wolken liegen, nur Bayern bleibe ausgespart.

Nächtliches Feuerwerk: Sternschnuppenregen über Deutschland (© Bild: Imago)

Warum für jeden Menschen ein Stern am Himmel stehen soll...

Das Wort Sternschnuppe stammt vom mittelalterlichen Wort „snuppen“ - das bedeutet „putzen“. „Schnuppe“ bezeichnete zunächst das verkohlte Ende eines Kerzendochtes, das beim Putzen von Talglichtern noch glühend zu Boden fiel. Die leuchtende Himmelserscheinung sah ähnlich aus, und so glaubten die Menschen, ein Stück Abfall sei vom Stern „weggeputzt“ worden - eine „Stern-Schnuppe“. Nach Deutungsansätzen aus dem Mittelalter waren Sternschnuppen Vulkanauswürfe oder feste Bestandteile der Erdatmosphäre. Das 18. Jahrhundert dann sah die „schießenden Sterne“ in engem Zusammenhang mit dem Tod eines Menschen: Man glaubte, dass Gott bei der Geburt eines Menschen einen Stern an den Himmel setze, den er bei dessen Tod wieder herunterfallen lasse. Fand man einen Meteoriten, galt er zum Teil sogar als Teufelstein. Die Menschen lagerten ihn angekettet in Kirchen, damit er kein Unheil anrichten konnte. Viel positiver waren Meteoriten zuvor im Altertum besetzt. Die Griechen betrachteten das himmlische Gestein als Zeichen oder Geschenk der Götter. Sie gaben ihm deshalb den Namen „Götterbote“ und bewahrten es, wie es göttlichen Dingen gebührt, an heiligen Orten auf.

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