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Über 700 extrasolare Planeten, also Planeten außerhalb unseres Sternensystems, haben Forscher mittlerweile entdeckt. Und immer wieder sind skurrile Neuentdeckungen dabei – wie etwa dieses Planetenpaar, das einen Engtanz im All vollführt.
Natürlich ist es in erster Linie die Hoffnung, eines Tages eine Art zweite Erde zu entdecken, die Forscher bei der Suche nach unbekannten Planeten antreibt. Doch in den letzten zwanzig Jahren sind Wissenschaftler nicht nur auf die eine oder andere Supererde, sondern auch auf manch anderen spannenden Himmelskörper gestoßen.
Das Weltraumteleskop "Kepler" beobachte zum Beispiel jetzt zwei Exoplaneten, die dichter beieinander liegen als alle Planeten, die bisher bekannt waren. Bei "Kepler-36-b" und "Kepler-36c" handelt es sich um einen Gesteinsplaneten wie unsere Erde und einen Gasriesen wie Jupiter oder Neptun, die 1.200 Lichtjahre von uns entfernt um einen sonnenähnlichen Stern kreisen.
Kosmischer Paartanz mit ungleichen Partnern
Für seinen Umlauf braucht der Felsplanet "Kepler-36b" 14 Tage, der Gasplanet "Kepler-36c" zwei mehr. Alle 97 Tage begegnen sich die beiden - und schrammen haarscharf aneinander vorbei, denn ihr Abstand beträgt nicht einmal die fünffache Distanz zwischen Erde und Mond. Könnten wir es uns also auf "Kepler-36b" gemütlich machen, würden wir "Kepler-36c" wie einen dreifach vergrößerten Supermond am Himmel erleben.
Warum zwei so unterschiedliche Planeten derart nah beieinander liegen, darüber rätseln die US-Astronomen um Joshua Carter vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics noch. Denn normalerweise bilden sich, je nach Abstand zum Zentralgestirn, entweder eher nur Gesteinsplaneten oder nur Gasriesen.
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