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Erstellt am: 12 Juli 2013 | Von Welt der Wunder

Turbulenter Stern: NASA beobachtet Plasma-Tsunami auf der Sonne

Die NASA hat einen Tsunami aus Plasma auf der Sonne beobachtet. Ausgelöst wurde das seltene Ereignis durch eine Eruption auf der Oberfläche. Ungewöhnlich sind Sonnen-Turbulenzen derzeit allerdings nicht, da unser Heimatstern sich derzeit im solaren Maximum befindet.


Tsunami auf der Sonne (© Bild: NASA, SDO)
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  • Tsunami auf der Sonne (© Bild: NASA, SDO)
  • Ein "Loch" in der Sonnenoberfläche (© Bild: NASA, SDO)
  • Sonneneruption der Stärke X1.7 (© Bild: NASA, SDO, AIA)
  • Sonneneruption der Kategorie X2.8 (© Bild: NASA, SDO)
  • Gewaltige Sonneneruption (© Bild: NASA, SDO)
  • Gewaltige Sonnenflecken entdeckt (© Bild: NASA, SDO, AIA, HMI, Goddard Space Flight Center)
  • Starke Eruption auf der Sonne (© Bild: NASA, SDO, AIA (Symbolbild))
  • Gewaltige Eruption auf der Sonne (© Bild: NASA, Solar Dynamics Observatory (SDO))
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Bild: NASA, SDOZeige Thumbnails
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Aufnahme mit Seltenheitswert: Ein Tsunami rollt über die Sonne.

Es mag überraschend klingen - doch auch auf der Sonne gibt es Tsunamis. Die NASA hat gerade erst eines der seltenen Ereignisse beobachtet, bei dem eine Schockwelle durch die oberste Plasmaschicht unseres Heimatsterns rast und diese - vergleichbar mit einer Welle aus Wasser - vor sich her schiebt. Für die Wissenschaft bieten solche solaren Tsunamis die seltene Gelegenheit, die untere Corona, quasi die "Hülle unserer Sonne, und ihr Magnetfeld genauer zu untersuchen. 

Aktivitätsmaximum steht bevor

Die Sonne befindet sich derzeit in ihrem Aktivitätsmaximum, das sie alle elf Jahre erreicht - daher haben die Stürme auf unserem Zentralgestirn in den letzten Monaten immer weiter zugenommen und parallel auch an Intensität gewonnen. Deshalb kann es im Moment häufiger zu Störungen im Alltag kommen, da durch Sonnenstürme gefährdete technische Systeme wie Satelliten und Navigationssysteme heute eine viel größere Rolle für uns Menschen spielen, als bei früheren Aktivitätsmaxima der Sonne. Derzeit deutet sich zwar an, dass das aktuelle Maximum eines der schwächsten der letzten Jahrzehnte ist; auf die Intensität möglicher Sonnenstürme hat das allerdings keinen Einfluss.

Grundsätzlich wird die Erde zwar durch ihr starkes Magnetfeld vor den schlimmsten Auswirkungen von Eruptionen auf der Sonne geschützt - trifft einer ihrer energiereichen Teilchenstürme auf dieses, entstehen die bekannten Polarlichter - doch sollten wir uns nicht in Sicherheit wiegen. Dazu besteht leider absolut kein Grund, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt.

Stürmischer Feuerball

Die erste größere Sonneneruption wurde 1859 vom britischen Forscher Richard Carrington entdeckt - über eventuelle Folgen auf der Erde ist nichts bekannt, aufgrund der relativ geringen Verbreitung von Elektrizität zur damaligen Zeit verwundert das aber auch nicht. Mittlerweile wissen wir aber sehr genau, wie und warum Stürme auf der Sonne uns hier auf der Erde beeinflussen.
 

Eruption auf der Sonne (© Bild: NASA)

Wissenschaftler bezeichnen Sonnenstürme als koronalen Massenauswurf: Dabei werden geladene Partikel von der Sonne ausgestoßen und rasen mit sehr hoher Geschwindigkeit auf die Erde zu. Meistens ist von solchen Eruptionen hier auf der Erde nichts zu spüren, elektrische Geräte können aber durch die geomagnetischen Stürme empfindlich gestört werden oder sogar komplett ausfallen. Besonders gefährdet sind die 20.000 Kilometer von der Erde entfernten GPS-Satelliten, von denen nicht nur die Autofahrer mit Navigationssystem, sondern unter anderem auch Luft- und Schifffahrt abhängig sind. Fallen diese aus, droht ein globales Verkehrschaos. Bisher blieb uns ein solches „Worst Case Scenario" erspart, aber die Sonne hat in der Vergangenheit durchaus schon öfter ihre Muskeln spielen lassen: So kam es 1972 durch einen Sonnensturm zu Störungen des Telefonnetzes im US-Bundesstaat Illinois und 1989 sogar zu großflächigen Stromausfällen in der kanadischen Provinz Québec - damals saßen sechs Millionen Menschen über Stunden im Dunkeln.

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wdw eMagazine (© Bild: welt der wunder Magazin)

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