Jetzt nostalgische Möbel shoppen! Täglich neue und spannende Sales auf www.westwing.de!
Venus-Transit: Spektakuläre Bilder des seltenen Himmelsschauspiels
Am 6. Juni 2012 kam es zu einem seltenen Himmelsspektakel: Unser Nachbarplanet Venus ist, für uns sichtbar, an der Sonne vorbeigezogen. Der so genannte Venus-Transit ist extrem selten - das nächste Mal findet er in 105 Jahren statt. Auf der ganzen Welt beobachteten Menschen das besondere Schauspiel.
Wolken behinderten vielerorts die Sicht
In Deutschland versperrten leider meist dichte Wolken den Blick auf den Venustransit. Weitgehend freien Blick auf die Sonne gab vor allem in einem Streifen von Schleswig-Holstein über Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und weiten Teilen Sachsens. Mit etwas Glück konnten auch Astronomie-Begeisterte im Gebiet von Bremerhaven, dem östlichen Niedersachsen und Teilen Sachsen-Anhalts bis zum westlichen Sachsen das kosmische Schauspiel beobachten.

Zur Beobachtung des Venusdurchgangs vor der Sonnenscheibe öffneten am Mittwochmorgen bundesweit zahlreiche Sternwarten und Planetarien ihre Pforten. An der Sternwarte von Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern verfolgten etwa 60 Himmelsgucker bei weitgehend wolkenfreiem Himmel das Naturschauspiel. "Wir hatten wunderbares Wetter", sagte der Vorsitzende des Vereins Greifswalder Sternwarte, Tobias Röwf. "Es war wirklich beeindruckend."
Kein Beobachtungsglück hatten dagegen rund 300 Astronomie-Fans in München, die am Morgen zur Bayerischen Volkssternwarte gekommen waren. "Es gab nur einen ganz kleinen Augenblick, in dem die Sonne zu sehen war", hieß es in der Münchner Sternwarte. "Die meisten Besucher haben leider keinen Blick auf den Venustransit werfen können."
Warum ein Venustransit so selten ist
Dass ein Transit nur so selten zu beobachten ist, liegt daran, dass Venus und Erde unterschiedlich lange Umlaufzeiten um die Sonne haben. Während die Venus mit einer Geschwindigkeit von 126.000 Stundenkilometern in 225 Tagen um die Sonne kreist, braucht die Erde mit 107.000 Stundenkilometern 365 Tage. Nur alle 584 Tage begegnen sich die beiden Planeten.
Doch: Die Umlaufbahn der Venus hat eine geringfügig andere Neigung als die Erde. Dass sich beide Planeten genau in eine Linie mit der Sonne stellen, geschieht deshalb nur zwei bis drei Mal pro Jahrhundert - und zwar immer einmal im Abstand von acht Jahren, dann über hundert Jahre nicht mehr. Nachdem wir den letzten Venus-Transit 2004 bestaunen konnten, findet der nächste erst im Jahr 2117 statt. Zu Lebzeiten wird also niemand von uns mehr Zeuge eines solchen Himmelsschauspiels werden.
Für die Wissenschaftler der vergangenen Jahrhunderte war ein Venus-Transit von immenser Bedeutung. Er half ihnen, die genaue Entfernung von der Erde zur Sonne berechnen zu können. Schon Johannes Kepler gelang es, einen Venus-Transit vorauszuberechnen - im Jahr 1631. Und um den Venus-Transit von 1769 beobachten zu können, brach James Cook zu seiner ersten Pazifikreise auf. Glück für ihn, dass sich an diesem Tag keine Wolken vor das seltene Schauspiel schoben.
Finde uns auf Facebook
Welt der Wunder
- Gelesen
- Geteilt





























