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Geheimbotschaft bleibt (vorerst) geheim
Vor einiger Zeit berichteten wir über eine geheime Botschaft aus dem zweiten Weltkrieg, die am Fuß eines Taubenskelets im Schornstein eines britischen Hauses gefunden wurde. Absender und geplanter Empfänger der verschlüsselten Nachricht waren unbekannt, nur der Versand konnte in etwa auf den Zeitraum des D-Day im Jahr 1942 eingegrenzt werden. Verschlüsselungs-Experten des britischen Geheimdienstes GCHQ sollten den Code daraufhin knacken – mussten jetzt aber eingestehen, dass sie dazu nicht in der Lage sind. Der Grund ist das verwendete Verschlüsselungsverfahren. Vermutlich kam damals ein so genanntes „One-Time-Pad“ für die Codierung zum Einsatz; korrekt angewendet lässt sich damit verschlüsseltes Material nicht von Unbefugten wiederherstellen. Beim GCHQ hofft man nun auf Hinweise von noch lebenden, ehemaligen Mitarbeitern, die bei der Entschlüsselung helfen könnten.
Der Einsatz von Brieftauben zum Transport codierter Nachrichten war im zweiten Weltkrieg keine Seltenheit; allein rund eine Viertelmillion der Vögel wurden von der britischen Royal Air Force zwischen 1939 und 1945 ausgebildet.
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