Schweizer Hirnforscher entschlüsseln Geheimnis der Hypnose

Bild: Imago

Im Zustand tiefer körperlicher Entspanntheit und geistig dabei sehr rege kann man besser lernen, sein Unbewusstes besser verstehen und Strategien zur Bewältigung von Alltagsproblemen entwickeln. So weit zumindest die Versprechen von Hypnoseanhängern. Doch mittlerweile entschlüsseln Wissenschaftler Stück für Stück, was wirklich dran ist an der Heilsamkeit des wachen Schlafes.

Die Tricks der großen Zauberer entlarvt

Verwandtes Thema:

Sie erkunden, was während der tiefen Versunkenheit eigentlich genau im Gehirn vor sich geht, und suchen nach Genen, die die einen Menschen mehr, die anderen weniger hypnosefähiger sein lassen. Hirnforscher der Universität von Genf berichten nun im Fachjournal „Neuron“, dass sie mit funktioneller Magnetresonanztomografie herausgefunden haben, wie die Nervenzellen bei der „Paralyse“ genannten Lähmung unter Hypnose arbeiten.

„Wir haben getestet, ob der Zustand der tiefen Entspannung unter Hypnose ein anderer ist, als wenn man sich ohne Hypnose entspannt“, erklärt Studienautor Yann Cojan. Die Versuchspersonen sollten sich im wachen oder im hypnotisierten Zustand vorstellen, sie sollten auf ein vorher verabredetes akustisches Signal hin ihre Hand entweder bewegen oder nicht bewegen. Dann verglichen sie die Hirnaktivitäten der verschiedenen Versuchsgruppen im Hirnscanner, während sie das Signal sendeten.

Weiterlesen: Hypnose - Schlafen bei vollem Bewusstsein?