Scarlett Johansson

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Wenn wir einen Menschen zum ersten Mal sehen, dann haken wir im Kopf automatisch eine Liste ab: Alter. Größe. Wir achten auf die Haut, die Augen, den Mund, die Stimme – eigentlich auf alles. Doch ganz besonders achten wir auf die Haarfarbe.

Vielleicht liegt darin auch der Grund, warum gerade blonde Frauen seit Jahren einen schweren Stand in unserer Gesellschaft haben. Ihnen werden gleichermaßen begehrende und vernichtende Blicke zuteil. So gilt die blonde Frau allgemein als attraktiv, aber – und das ist nicht zu unterschätzen – sie gilt auch als dumm.


Während schwarzhaarige Frauen für die meisten klug und zielstrebig sind, wirken die Brünetten bodenständig und nett und die Rothaarigen rassig und wild. Bei blonden Frauen jedoch ist Vorsicht geboten. Der klassische Blondinentyp hat seinen schlechten Ruf einfach weg. Gemeint sind Frauen mit guter Figur, jugendlicher Ausstrahlung und hellblonden längeren Haaren: Sex pur – aber blöd und naiv.

Unerhört finden Sie? Überspitzt? Geradezu lächerlich diese Behauptung? Nun: Forscher der City University of London fanden heraus, dass Männer auf Bilder von brünetten oder rothaarigen Frauen um einiges positiver reagieren als auf jene von Blondinen. Die Herren unserer Gesellschaft wollen, so die Wissenschaftler, nicht mehr bloß ein hübsches Heimchen am Herd, sondern eine gleichberechtigte Partnerin. Und diese finden sie ihrer Meinung nach in dunkelhaarigen Frauentypen. Ein Trend zu schwarz, braun und rot.

Blondinen gibt es erst seit der Eiszeit

Dennoch präsentieren sich Europas Frauen heute mit sieben verschiedenen Blondschattierungen. Eine Vielfalt, die es nirgendwo sonst auf unserem Planeten gibt. Forscher zweier britischer Universitäten wollen herausgefunden haben, dass die Evolution mal wieder ihre Finger im Spiel hatte. Die Wissenschaftler der St. Andrews University und der Central Lancashire behaupten, dass sich blondes Haar und blaue Augen bei Frauen gegen Ende der Eiszeit aufgrund von Nahrungs- und Männermangel herausgebildet haben.