dpa - Die Urvögel befänden sich derzeit für eine Ausstellung in München, sagte der neue Besitzer des Fossils, Raimund Albersdörfer aus Schnaittach bei Nürnberg am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Mehrere Forscher hatten das Fossil in der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie inspiziert. Die genaueren Untersuchungen, ob es sich um eine neue Art handele, werden allerdings mehrere Wochen oder sogar Monate dauern, wie der stellvertretende Direktor der Staatssammlung, Winfried Werner, und der Paläontologe Oliver Rauhut sagten. «Es steht noch nicht fest - es bedarf detaillierter Untersuchungen», betonte Werner.
Weltweit sind zehn Exemplare der Urvögel bekannt. Zwei davon, die Nummern 3 und 8, waren jahrzehntelang verschollen, Nummer 8 tauchte jetzt wieder auf. «Es zeichnet sich beim 8. Exemplar schon ab, dass es sich um eine neue, der Wissenschaft noch nicht bekannte Art handelt», sagte der Besitzer, der selbst Geologe und Fossilienhändler ist. Er habe vorgeschlagen, das neue Fossil als Daiting-Exemplar zu bezeichnen, das es in Daiting südwestlich von Solnhofen gefunden wurde.
Lebende Fossilien - Schlitzrüssler oder Pfeilschwanzkrebs, Ginko-Baum oder Knochenhecht?
Insgesamt sechs Urvögel sowie eine Feder werden derzeit in München in der Staatssammlung von Wissenschaftlern aus aller Welt untersucht. Dabei sei ausführlich über die Zuordnung zu Arten diskutiert worden, sagte Rauhut. Dabei hätten sich manche bisher angenommenen Unterschiede so nicht bestätigt. So viele Archaeopteryxe auf einmal direkt vergleichen zu können, biete für die Wissenschaftler eine einmalige Gelegenheit.

























